Kein Geld, aber Gulaschsuppe!
by Andreas on Jan.08, 2010, under Projekt
Fast angenehme 5°C bietet uns der heutige Morgen in Timisoara, als wir uns auf den Weg machen. Die Straßen sind trocken, der Himmel zwar stark bedeckt, erweckt aber immer wieder den Anschein, als würde jeden Moment die Sonne ein bisschen durchblitzen wollen. Wir fahren flott bis Vinga, wo wir schon von weitem die interessante Silhouette mit den zwei Kirchen sehen. Eine davon – die orthodoxe – ist geöffnet, so dass wir sie uns anschauen können; die andere – wir nehmen an, es ist die katholische – hat die Tore fest verschlossen; also auch kein Besuch.
Wir nehmen wieder die viel befahrene Hauptstraße und sind kurze Zeit später in Arad, wo uns die Wegweisung nach Budapest um die ganze Stadt herumführt. Mir kommt es so vor, als hätte Arad neben enormem Verkehr vor allem alles für internationale Speditionen zu bieten: Unternehmen an Unternehmen, LKW an LKW reihen sich an diesem äußeren Gürtel aneinander und entsprechend viele dieser “Brummis” kommen uns entgegen bzw. fahren mit uns in Richtung ungarischer Grenze. Die ist kurz hinter Nadlac, wo es leicht zu regnen beginnt, problemlos passiert.
Bis Szeged geht es eintönig dahin, “Regentropfen, die an mein Visier klopfen…” – und glücklicherweise bei mittlerweile nur noch knapp 1°C nicht als Schnee die Sicht nehmen. In Szeged will ich am Automat Geld abheben; der verweigert mir dieses Ansinnen jedoch. In der Bank erklären sie mir, dass ein interner Systemfehler, der die Umstellung von 2009 auf 2010 nicht mitgemacht hat, dafür verantwortlich sein soll – sehr seltsam?? Ich versuch es beim Nachbar-Automat, doch der verweigert sich ebenfalls! Und ich kann’s kaum glauben: auch dort erzählt man mir die Umstellungsprobleme zum Jahreswechsel …? Dann fahren wir eben ohne Aufstockung unserer “Bareinlagen” weiter.
Mittlerweile hat der Regen deutlich zugenommen, während wir wieder den Schildern Richtung Budapest folgen. Kurz hinter Szeged werden wir auch wieder daran erinnert, dass ja Winter ist: beiderseits der Straße nimmt der Schnee deutlich zu, ab Kistelek nervt er uns sogar ab und zu wieder mitten auf der Straße.
Da es so auf den ewig geraden Straßen mit entgegenkommenden LKWs, die dir beim Passieren Dank ihrer Gischt und ihres Spritzwassers fast jedesmal eine Ganzkörperdusche verpassen, nicht wirklich Spaß macht, ziehen wir noch durch bis Kiskunfelegyhaza (kann ihn zwar nicht wirklich aussprechen, aber der Name gefällt mir). Dort nisten wir uns im familiär-gemütlichen Hotel “Oazis” von Janosne Seres ein und genehmigen uns auch gleich das mit 670,00 Forint echt günstige Menue – und in Ungarn gehört da ja wohl eine echte Gulaschsuppe unbedingt dazu!










