Visualiusieren?
by Wiethase on Jan.07, 2010, under Projekt
Wir verlassen bei minus 9 Grad Giurgiu… Die Straßen auserhalb der Ortschaften sind nicht eisfrei aber fahrbar, doch dann kommt Schnee auf und deshalb schleichen wir dahin und der Schnee wird zu Masch zwischen Eisbänken… Als die Straßen noch gut befahrbar waren, hatte ich mir ganz lang vorgestellt wir würden von Bauern eingeladen werden, bei ihnen zu übernachten und so… und schon zwang uns der Schnee, die Fahrt zu beenden und ich fragte in Carna, einem dieser Stassendörfer, ob wir im Ort irgendwo unterkommen könnten. Da war eine Frau, die fragte, wie viel wir zu zahlen bereit währen. Ich schlug 5 Euro (20 lei) pro Person vor und sie winkte ab. Dann war da ein Mann in meinem Alter, der anbot, uns umsonst in seinem kalten Haus schlafen zu lassen… das nahmen wir gerne an…er sprach Rumänisch und nur Rumänisch und wir luden ihn zum Dank zu ein paar Brandys ein (20% im Wasserglas für 50 Cent, 2 Lei) dann gingen wir zurück zum Haus, richteten uns ein und gingen nochmal in die “Bar” um mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Ich fragte, ob es denn kein volkloristisches Liedgut mehr gäbe, wie es im Fernsehen gezeigt wird und man winkte ab: sowas gibts nur noch bei Hochzeiten und ähnlichen Anlässen…. also gebe ich selbst etwas zum Besten: “Drent in da greana Au” und bin der Entertainer des Abends. Ich werde sogar mit nem Handy gefilmt!! Bayerisches Liedgut in Rumänien… Die Nacht in dem Abbruchhaus ist angenehm für mich, Andreas bekommt seinen rechten Fuß nicht warm und am Morgen geht es mit viel Schneematsch weiter…Was solls… wir kämpfen uns durch und wunderbarerweise werden die Strassen immer besser… so können wir “Kiilometer machen” bis Kalafat, gegenüber Vidin (Bulgarien). Dort sind Eis und Schneematsch noch König und nachdem die Fähre locker 26 Euro einfach kostet (und wenn wir kein Schiff finden, das uns mitnimmt noch mall das Selbe) bechließen wir, weiter nachz Severin zu fahren… und werden mit einer nagelneuen Straße belohnt!… Das Hotel, das wir nach Verhandlungen für 113 Lei bekommen, versucht am Morgen ddanach, 150 Lei zu bekommen, aber ich setze mich durch und bezahle das, was abgemacht war… Dann beschließen wir, nach Durchsicht der Finanzen, eine Abkürzung nach Budapest zu fahren. Zudem möchten wir mal sehen, wie es um Temeswara herum aussieht (altes Siedlunggsgebiet der Donauschwaben) Wir fahren durch ein schönes, verlassenes Land… arme Bauern in einem reichen Land, das keiner will… Die Orte sind wie ausgestorben… und dann galoppieren Männerauf ihren Pferden zu einer Kirche, versammeln sich dort um ihre Tiere segnen zu lassen…. Dann passieren wir das Eiserne Tor, dürfen nicht fotografieren (was zu Fortos und Filmaufnahmen führt) … nach sehr wechselhaften Straßenzuständen kommen wir bei Regen in Temeswar an, finden eine passable Pension an der Strasse nach Arat und unternehmen noch einen Gewaltmarsch, um Brot, Wurst und Wein einzukaufen… Die Dame an der Rezeption spricht gut Deutsch… wir sind wieder 222 Kilometer näher an Passau…
























