Danube Adventure "Friendship"

Projekt

Sind wir gescheitert?

by Andreas on Jul.25, 2010, under Projekt

Nein – und dennoch auch Ja! Warum? Ganz einfach: Unsere Reise hatte ja nicht nur zum Ziel, ans Schwarze Meer und wieder zurück zu kommen; wir wollten mit dieser Tour ja – wie angekündigt – auch einen Beitrag zur Völkerverständigung, für die Toleranz, für Freundschaften zwischen verschiedenen Völkern und Kulturen leisten. Aus diesem Grund sollte als 2. Teil der Unternehmung im September diesen Jahres die „Kultur- und Freundschaftswoche“ in Passau stattfinden – und das ist nicht der Fall!

Gründe dafür gibt es einige, hauptsächlich ist es jedoch so, dass wir es nicht geschafft haben, neben der Überbringung der Einladungen – was ja noch super geklappt hat – vor allem zuhause die organisatorischen und logistischen Voraussetzungen zu schaffen, das Vorhaben zu einem positiven Ende zu bringen. Da haben wir uns trotz der Unterstützung von verschiedenen Seiten wohl ein paar zu große Schuhe angezogen, aus denen wir nun einfach “rausgerutscht” sind. Mit ausschlaggebend dafür war wohl auch, dass sich vor allem bei mir einiges getan hat: gesundheitlich, im beruflichen wie im privaten Umfeld – ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen. Vor allem die Tatsache, dass ich von Untergriesbach weggezogen bin und dadurch einfach auch der direkte Kontakt zu den Personen und Einrichtungen vor Ort deutlich verändert hat und die ursprüngliche Nähe verloren gegangen ist, ist ein Grund dafür.

Sorry also dafür, dass wir “nur” auf unserer Tour zum Schwarzen Meer und zurück in allerdings vielen Gesprächen, Treffen und Erlebnissen mit den unterschiedlichsten Menschen unsere Idee verbreitet und veröffentlicht haben; wir sind jedoch überzeugt, dass wir allein dadurch schon etwas für die Freundschaft, die Toleranz und die Völkerverständigung getan haben.

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Erinnerungen tauchen auf

by Andreas on Jan.26, 2010, under Projekt

Jetzt sind wir schon fast zwei Wochen wieder daheim, die “Nachbearbeitung” ist in vollem Gange: Hendrik schneidet den Film, ich sortiere meine Aufzeichnungen, sichte und ordne die gesammelten Adressen. Und dabei “finde” ich auf meinem Handy auch einen rumänischen Song, den mir Bogdan in der Kneipe in Carna, unserer Schneenacht im “Abbruchhaus”, unbedingt überspielen wollte. Dieses Lied sei typisch rumänisch und zur Zeit absolut in. Leider habe ich keine Ahnung mehr, ob der Titel wirklich “Sandu Ciorba” heißt und worum es geht. Aber hört es euch einfach selbst mal an …

Sandu Ciorba

Bogdan und Hendrik in der Kneipe in Carna

Bogdan und Hendrik in der Kneipe in Carna

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Zurück in den Alltag

by Andreas on Jan.13, 2010, under Projekt

Ausschlafen! Es ist schon angenehm, mal nicht den Wecker zu stellen und einfach aufzustehen, wenn man wach wird. Das war allerdings heute auch so um die Zeit wie die letzten Tage: Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier! Und jetzt heißt’s auch wieder, in den gewohnten Alltag zurück zu kommen.

Natürlich werden wir auch weiterhin hier entsprechende Neuigkeiten zu unserem Projekt veröffentlichen; allerdings dürfte auch klar sein, dass es keine täglichen updates mehr gibt.

Dennoch für heute eine sehr erfreuliche Neuigkeit: Auf unserer website “www.international-friendship-and-understanding.net” haben sich bereits einige Leute für unsere Freundschaftswoche im September in Passau angemeldet! Für Interessierte lohnt es sich also auf jeden Fall, auch diese Seite zu besuchen – und anmelden ist auch alles andere als verkehrt!

Und selbstverständlich freuen wir uns über jeden, der über unser Projekt und die Möglichkeit, an der Freundschaftswoche in Passau teilzunehmen, seinen Freundes- und Bekanntenkreis informiert; für diese Unterstützung: Danke!

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Kaffee, Schnee und heiße Badewanne – wir sind zurück!

by Andreas on Jan.12, 2010, under Projekt

Minus 2°C zeigt das Thermometer und die Sonne versucht, sich durch die Wolken zu schieben, als wir  uns auf freien und trockenen Straßen nach Krems aufmachen. Neben den Straßen liegt zwar gut Schnee, aber das Fahren ist völlig problemlos. In Krems steuern wir die Bezirksblatt-Redaktion an, und Redaktionsleiterin Doris Necker freut sich über unseren Besuch: Kurzes Gespräch, ein Foto – und wir sind wieder weg; schließlich erwartet uns in der Schleuse Wallsee ein Kaffee!

Die dortige Belegschaft hat uns schon erwartet: Sie verfolgen unsere Tour mit großem Interesse und wussten vom letzten Eintrag, dass wir kommen würden. Der Empfang ist herzlich! Wir bekommen Kaffee satt und werden sogar noch mit selbstgebackenen Plätzchen verwöhnt. Uns geht’s richtig gut und wir reden und reden… Als wir endlich wieder abziehen, schneit es wieder. Die Straßen sind trotzdem gut zu fahren und so geht’s relativ flott an Linz vorbei Richtung Heimat. Nach Linz entscheiden wir uns allerdings, nicht der Donau entlang über Eferding zu fahren, sondern glauben, die Bundesstraße über Rohrbach sei besser. Innerhalb der nächsten Stunde erweist sich dies jedoch als absoluter Trugschluss! Der Schneefall nimmt zu, die Straßen machen dicht und wir kommen nur noch im Schneckentempo voran.

Während ich mal kurz was Dringendes zu erledigen habe, düst Hendrik weiter – und war nicht mehr gesehen. Bis Rohrbach hole ich ihn nicht mehr ein, auch an der dortigen Tankstelle finde ich ihn nicht. Die Wetterbedingungen sind allerdings mittlerweile so schlecht – dunkel, Schneefall, minus 7°C – , dass ich beschließe, nicht mehr weiter zu fahren, sondern hier eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. Dabei hoffe ich, dass meine EC-Karte geht, denn unsere Barschaft hat Hendrik, ich nur das “Plastikgeld”.

Im Hotel Kern in Rohrbach finde ich nur eine Telefonnummer, die ich anrufe. Die Chefin erklärt mir am Telefon ganz unbürokratisch den Zahlencode für den Schlüsselsafe, und ich habe eine wunderbare Übernachtung. Auch das “Kartenproblem” ist wirklich keins – klasse!! Vielen Dank!

Hendrik versuche ich telefonisch zu erreichen, weil ich davon ausgehe, dass er den Heimweg einfach durchgezogen hat, erreiche ihn aber nicht. Später ruft er mich an und erzählt, dass er nur ein paar Kilometer weiter “aufgegeben”, die KTM abgestellt hat und sich von Hans hat holen lassen – er ist also gut heimgekommen und ich schlafe ruhig.

Der nächste Morgen präsentiert sich in winterlicher Schönheit: eisige Kälte (-8°C), leichter Sonnenschein und wieder relativ frei befahrbare Straßen. Es ist richtig schön, die letzten paar Kilometer nach Untergriesbach abzuspulen. Dort angekommen, genehmige ich mir im “Café Pur” bei Uli und Benno erstmal einen Willkommens-Cappuccino. Das heiße Bad zuhause genieße ich etwas später. Hendrik hat mittlerweile die KTM auch abgeholt und ist daheim. Wir sind zurück!

Das Vorhaben!

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Besuch bei Freunden und der “Perle”

by Andreas on Jan.10, 2010, under Projekt

In Kiskunfelegyhaza erwartet uns am Morgen nicht nur schönes Wetter (Sonnenschein und 10°C), sondern auch ein üppiges Frühstück, das wir so überhaupt nicht mehr gewohnt sind!  Wir schlagen richtig zu und rollen guten Muts los, bei trockenen und gut zu fahrenden Straßen in einem Rutsch durch bis zum Tankstopp in Adorny.  Dort will ich erst mal abklären, ob die Probleme mit der EC-Karte gelöst sind und tätige einen “Testkauf”: einen kleinen Riegel Kinder-Schokolade, und siehe da: es funktioniert, also können wir bedenkenlos auch die Tanks voll machen.

Danach geht’s zügig weiter Richtung Budapest, genauer gesagt zum Haroshi Yacht Club, wo wir nach der “Donauperle” schauen wollen. Wir finden sie so vor, wie wir sie verlassen haben: alles in Ordnung; es ist alles trocken, kein Bilgenwasser! Hendrik macht einen kurzen Rundumcheck, und wir fahren beruhigt weiter.

Nach Budapest ist es nur ein Katzensprung. Dort halten wir uns allerdings nicht lange auf: Es ist Samstag Nachmittag, an Offiziellen ist niemand erreichbar und auch die diversen Medien sind – wenn überhaupt  – nur in Minimalbesetzung tätig. Wir fahren direkt an der Donau durch die Metropole, und es kommen Erinnerungen an die Hinfahrt auf: Deutlich kälter war’s, aber sonniger. Die jetzigen Bilder geraten eher etwas grau … – kein Wunder, denn kurz nach Budapest beginnt es auch schon wieder zu regnen, auch die Temperaturen gehen bis auf 2°C in den Keller.

Wir schauen, dass wir rasch nach Esztergom kommen, wollen dort versuchen, Miklosch zu erreichen. Ihn haben wir ja bei unserem ersten Stopp in der schönen Stadt kennen gelernt. Pitschnass erreichen wir die ehemalige Hauptstadt Ungarns, aber per Telefon auch Miklosch. Der holt uns auch gleich ab, um uns zur Übernachtung bei sich und seiner Mutter einzuladen; das nehmen wir natürlich gerne an! Der Motorradfan, der zu seinem Bedauern keins mehr hat, räumt sein Auto aus der Garage, damit wir die Motorräder dort trocken und sicher unterbringen können. Dann gibt’s Kaffee und was zu essen, und anschließend wir Miklosch zum Fremdenführer: Vor allem das Wahrzeichen Esztergoms, die riesige Basilika aus dem Jahr 1820 ist beeindruckend. Sie zählt zu den größten Kirchenbauten Europas, die Kuppel hat innen eine beeindruckende Höhe von 100 Metern aufzuweisen!

Der Sonntag beschert uns zunächst wieder ein ordentliches Frühstück, draußen jedoch weniger Angenehmes: Naßkaltes Wetter mit leichtem Nieselregen. Miklosch bittet uns, noch kurz bei einem Freund vorbei zu fahren; der ist ebenfalls Motorradfahrer und möchte uns und unsere Bikes auch kennenlernen – klar, dass wir das machen! Wir werden dafür von den beiden mit dem Auto durch Esztergom gelotst, hinüber in die Slowakei nach Štúrovo. Dabei überqueren wir die Maria-Valeria-Donaubrücke, die im zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen gesprengt worden war; bis zum Wiederaufbau im Jahr 2001 war sie unpassierbar!

Über Komarno (hier haben wir auf dem Hinweg unsere “Perle” nach der “Fast-Versenkung” leergepumpt!), wo es wieder zu regnen beginnt, und Samorin gelangen wir direkt nach Bratislava. Es hat zwar wieder aufgehört zu regnen, die Temperaturen sind jedoch nur noch knapp über dem Gefrierpunkt, so dass wir uns in einem Einkaufszentrum, dessen Geschäfte allesamt geöffnet haben, bei einer Kaffeepause aufwärmen. Wir halten uns auch hier nicht länger auf, sondern wollen weiter; nach Wien sind es nur knapp 60 Kilometer.

In Hainburg machen wir jedoch den nächsten Stopp: Bei Vera Lehner, die uns auf der Hinfahrt schon so nett unterstützt hat, schauen wir gerne vorbei. Und die Chefin vom “Haydnstüberl” freut sich ehrlich, uns wohlbehalten wieder zu sehen. Wir genehmigen uns ein ordentliches Mahl und lenken unsere Bikes auf trockener, aber mittlerweile von reichlich Schnee gesäumter Straße Richtung Wien. Wir steuern am Zentralfriedhof vorbei ins Zentrum, haben jedoch kein Auge für die imposanten Bauwerke. Uns zieht’s einfach weiter, zudem ist der Verkehr hier selbst am Sonntag Nachmittag alles anderes als entspannend!

Wir hoffen, etwas außerhalb der österreichischen Metropole ein günstiges Quartier zu finden, haben aber erstmal Pech: die geöffneten Häuser haben Preise, die uns deutlich zeigen, dass wir wieder in “heimischen Gefilden” sind; und die Pensionen, die preislich unseren Vorstellungen entsprächen, haben geschlossen. Mittlerweile ist es bereits dunkel, die feuchten Straßen werden stellenweise eisig, und es ist anstrengend zu fahren. Trotzdem müssen wir bis Tulln, bis wir in der dortigen Jugendherberge endlich ein Zimmer bekommen. Janja Bilic an der Rezeption ist von unserer Tour ganz angetan und macht sehr gerne den “Info-Multiplikator” für die Passauer-Freundschaftswoche!

Wir schlendern noch etwas durch die Innenstadt, gehen zum Chinesen und machen eine grobe Planung für morgen: In Krems bei der Bezirksblatt-Redaktion vorbei; an der Schleuse Wallsee die Einladung zum Kaffee wahrnehmen, und dann …? Schau ma moi, vielleicht sind wir ja morgen schon daheim!?

Das Vorhaben!

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Kein Geld, aber Gulaschsuppe!

by Andreas on Jan.08, 2010, under Projekt

Fast angenehme 5°C bietet uns der heutige Morgen in Timisoara, als wir uns auf den Weg machen. Die Straßen sind trocken, der Himmel zwar stark bedeckt, erweckt aber immer wieder den Anschein, als würde jeden Moment die Sonne ein bisschen durchblitzen wollen. Wir fahren flott bis Vinga, wo wir schon von weitem die interessante Silhouette mit den zwei Kirchen sehen. Eine davon  – die orthodoxe – ist geöffnet, so dass wir sie uns anschauen können; die andere – wir nehmen an, es ist die katholische – hat die Tore fest verschlossen; also auch kein Besuch.

Wir nehmen wieder die viel befahrene Hauptstraße und sind kurze Zeit später in Arad, wo uns die Wegweisung nach Budapest um die ganze Stadt herumführt. Mir kommt es so vor, als hätte Arad neben enormem Verkehr vor allem alles für internationale Speditionen zu bieten: Unternehmen an Unternehmen, LKW an LKW reihen sich an diesem äußeren Gürtel aneinander und entsprechend viele dieser “Brummis” kommen uns entgegen bzw. fahren mit uns in Richtung ungarischer Grenze. Die ist kurz hinter Nadlac, wo es leicht zu regnen beginnt, problemlos passiert.

Bis Szeged geht es eintönig dahin, “Regentropfen, die an mein Visier klopfen…” – und glücklicherweise bei mittlerweile nur noch knapp 1°C nicht als Schnee die Sicht nehmen. In Szeged will ich am Automat Geld abheben; der verweigert mir dieses Ansinnen jedoch. In der Bank erklären sie mir, dass ein  interner Systemfehler, der die Umstellung von 2009 auf 2010 nicht mitgemacht hat, dafür verantwortlich sein soll – sehr seltsam??  Ich versuch es beim Nachbar-Automat, doch der verweigert sich ebenfalls! Und ich kann’s kaum glauben: auch dort erzählt man mir die Umstellungsprobleme zum Jahreswechsel …? Dann fahren wir eben ohne  Aufstockung unserer “Bareinlagen” weiter.

Mittlerweile hat der Regen deutlich zugenommen, während wir wieder den Schildern Richtung Budapest folgen. Kurz hinter Szeged werden wir auch wieder daran erinnert, dass ja Winter ist: beiderseits der Straße nimmt der Schnee deutlich zu, ab Kistelek nervt er uns sogar ab und zu wieder mitten auf der Straße.

Da es so auf den ewig geraden Straßen mit entgegenkommenden LKWs, die dir beim Passieren Dank ihrer Gischt und  ihres Spritzwassers fast jedesmal eine  Ganzkörperdusche verpassen, nicht wirklich Spaß macht, ziehen wir noch durch bis Kiskunfelegyhaza (kann ihn zwar nicht wirklich aussprechen, aber der Name gefällt mir). Dort nisten wir uns im familiär-gemütlichen Hotel “Oazis” von Janosne Seres ein und genehmigen uns auch gleich das mit 670,00 Forint echt günstige Menue – und in Ungarn gehört da ja wohl eine echte Gulaschsuppe unbedingt dazu!

Das Vorhaben!

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Visualiusieren?

by Wiethase on Jan.07, 2010, under Projekt

Wir verlassen bei minus 9 Grad Giurgiu… Die Straßen auserhalb der Ortschaften sind nicht eisfrei aber fahrbar, doch dann kommt Schnee auf und deshalb schleichen wir dahin und der Schnee wird zu Masch zwischen Eisbänken… Als die Straßen noch gut befahrbar waren, hatte ich mir ganz lang vorgestellt wir würden von Bauern eingeladen werden, bei ihnen zu übernachten und so… und schon zwang uns der Schnee, die Fahrt zu beenden und ich fragte in Carna, einem dieser Stassendörfer, ob wir im Ort irgendwo unterkommen könnten. Da war eine Frau, die fragte, wie viel wir zu zahlen bereit währen. Ich schlug 5 Euro (20 lei) pro Person vor und sie winkte ab. Dann war da ein Mann in meinem Alter, der anbot, uns umsonst in seinem kalten Haus schlafen zu lassen… das nahmen wir gerne an…er sprach Rumänisch und nur Rumänisch und wir luden ihn zum Dank zu ein paar Brandys ein (20% im Wasserglas für 50 Cent, 2 Lei) dann gingen wir zurück zum Haus, richteten uns ein und gingen nochmal in die “Bar” um mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Ich fragte, ob es denn kein volkloristisches Liedgut mehr gäbe, wie es im Fernsehen gezeigt wird und man winkte ab: sowas gibts nur noch bei Hochzeiten und ähnlichen Anlässen…. also gebe ich  selbst etwas zum Besten: “Drent in da greana Au” und bin der Entertainer des Abends. Ich werde sogar mit nem Handy gefilmt!! Bayerisches Liedgut in Rumänien… Die Nacht in dem Abbruchhaus ist angenehm für mich, Andreas bekommt seinen rechten Fuß nicht warm und am Morgen geht es mit viel Schneematsch weiter…Was solls… wir kämpfen uns durch und wunderbarerweise werden die Strassen immer besser… so können wir “Kiilometer machen”  bis Kalafat, gegenüber Vidin (Bulgarien). Dort sind Eis und Schneematsch noch König und nachdem die Fähre locker 26 Euro einfach kostet (und wenn wir kein Schiff finden, das uns mitnimmt noch mall das Selbe) bechließen wir, weiter nachz Severin zu fahren… und werden mit einer nagelneuen Straße belohnt!… Das Hotel, das wir nach Verhandlungen für 113 Lei bekommen, versucht am Morgen ddanach, 150 Lei zu bekommen, aber ich setze mich durch und bezahle  das, was abgemacht war… Dann beschließen wir, nach Durchsicht der Finanzen, eine Abkürzung nach Budapest zu fahren. Zudem möchten wir mal sehen, wie es um Temeswara herum aussieht (altes Siedlunggsgebiet der Donauschwaben) Wir fahren durch ein schönes, verlassenes Land… arme Bauern in einem reichen Land, das keiner will… Die Orte sind wie ausgestorben…  und dann galoppieren Männerauf ihren Pferden zu einer Kirche, versammeln sich dort um ihre Tiere segnen zu lassen…. Dann passieren wir das Eiserne Tor, dürfen nicht fotografieren (was zu Fortos und Filmaufnahmen führt) … nach sehr wechselhaften Straßenzuständen kommen wir bei Regen in Temeswar an, finden eine passable Pension an der Strasse nach Arat und unternehmen noch einen Gewaltmarsch, um Brot, Wurst und Wein einzukaufen… Die Dame an der Rezeption spricht gut Deutsch… wir sind wieder 222 Kilometer näher an Passau…

Das Vorhaben!

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Eis und fröhliche Menschen

by Wiethase on Jan.04, 2010, under Projekt

Wir können uuns nicht vorwerfen, es nicht versucht zu haben… aber nach den ersten Minuten war klar: derart können wir nicht weiterfahren: Eis, w0hin das Fahrerauge sieht. Also: zurück zum Motel, eine weitere Übernachtung buchen und den Tag sinnvoll gestalten… wir gehen also zu Fuß in die Stadt (nachdem wir uns einen Prospekt angesehen haben) dabei sehen wir uns an, wie die Leute hier mit der Schneesituation zurecht kommen… viele ArbeiterInnen schaufeln hier und da und der Rest wird dem Lauf des Tages überlassen, besser gesagt: der steigenden Temperatur… wir schauen uns diverse Kirchen an und landen im Rathaus von Giorgiu. Dort bemühen wir uns, Zuständige zu erreichen und haben Glück: der Gemeinderat für Medien, Steliana Chitea, die Empfangsinspektorin Laura Nicolescu sowie Referent Michael Mustea schenken uns ihre Aufmerksamkeit und wir dürfen unsere Einladung zur Freundschaftswoche in Passau überbringen…  in deutscher Sprache… welch ein Luxus… wer in einem deutschen Kleinstadtrathaus hätte einen fließend Rumänisch sprechenden Angestellten parat?… Wir treten fen Rückweg an, genießen gebratene Sardinen und Käsetaschen und nisten uns für den Rest des Tages in unserem Motelzimmer ein…

Das Vorhaben!

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Schnee?!

by Wiethase on Jan.03, 2010, under Projekt

Nachtem der Wetterbericht für heute Schnee angesagt hat und er nicht in Sicht ist, stecke ich mich vorsichtshalber in meinen Winterkombi. Für alle Fälle verrgesse ich meinen einzigen Pulli auf den Hotelzimmer und als mir langsam kalt wird, ist es zum Umkehren zu spät. Also leihe ich mir ein dünnes Teil von Andreas aus und weiter geht es in Richtung Russe. Dort wollen wir versuchen, einen Frachter zu finden, der uns ein paar Tage lang mitnimmt (bis der Schnee verflogen oder geschmolzen ist) Pech: Die Donau-Star nach Derggendorf ist gestern abgedampft… und die nächsten 10 Tage kein Schiff in Richtung Deutschland uder Ungarn in Sichtr… also werden wir hier übernachten und dann Richtung Vidin auf der Rumänischen Donauseite fahren… je nach Witterung schaffen wir das oder eben nicht… und vielleicht nimmt uns dann ein Frachter mit (was Geld sparen würde)… oder das Wetter lässt uns weiter fahhren… zurzeit ist das Wetter unser oberster Chef… Morgen soll es nicht mehr schneien… Bei diesem Wetter gleicht das Fahren einem Eiertanz: Brücken sind spiegelglatt, Schlaglöcher versteckt und die tückischen Längsrillen der halbfertigen Straßen gefährlich… wir passen auf, so gut es geht und fahren lieber zu langsam als zu schnell… wir sind ja auch nicht mehr 18…

Das Vorhaben!

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Regen, Schnee und neue Freunde

by Andreas on Jan.02, 2010, under Projekt

In Breila sieht die Sache gar nicht soo übel aus, als wir uns gegen 09.00 Uhr auf den Weg machen: Es hat 2°C und es nieselt ganz leicht. Bereits 30 Kilometer weiter in Richtung Slobozia sieht die Sache ganz anders aus – sofern wir noch was sehen: Der Nieselregen hat sich zuerst in kräftigen Regen verwandelt, dann in dichten, nassen und schweren Schneefall umgeschlagen, der die Visiere von außen ziemlich “dicht” macht, dauernde Wischerei verlangt und zudem dafür sorgt, dass das Sichtfeld von innen durch den Atem schön beschlägt. Weiters bildet er auf der Fahrbahn relativ schnell eine unschöne, matschige Schicht, auf der es sich nicht wirklich flott und unbeschwert fahren lässt.

Wir fahren jedenfalls die etwa 100 Kilometer bis Slobozia Non-Stopp durch, weil unterwegs einfach nix ausfindig zu machen ist, um eine kurze Einkehr zu halten: Samstag, 2. Januar – Feiertag – alles zu! In Slobozia, wo wir vor allem an Händen und Füßen reichlich durchnässt und – mit dem Weiß bedeckt – fast wie Schneemänner ankommen, bietet sich ein ähnliches Bild; wir finden kein Kaffee, kein Restaurant, kein Bistro, in dem wir uns (kurz) aufwärmen, evtl. ein bisschen trocknen und unsere weitere Fahrtroute planen oder festlegen könnten. So schlägt Hendrik als vernünftigste Alternative vor, den heutigen Tripp hier abzubrechen und uns ein Hotel zu suchen; es ist kurz vor 12.oo Uhr.

Im Hotel “Select” können wir unsere Sachen zum Trocknen an der Zimmerheizung arrangieren und über unser weiteres Vorankommen nachdenken. Für Morgen und übermorgen sind Temperaturen unter Null Grad und noch mehr Schneefall vorhergesagt – wir werden morgen Früh ja sehen, wie’s ausschaut…?!

Ich hole mir jedenfalls an der Rezeption einen Stadtplan, auf dem ich – ganz in der Nähe des Hotels – das “Ionel Perlea – UNESCO Cultural Center” entdecke, in dem auch ein Radiosender untergebracht sein soll. Also – hin! Dort finden wir in Florin Floreanu, dem Programmdirektor, und der Redakteurin Clementina Tudor zwei sehr aufgeschlossene und interessierte Gastgeber und Zuhörer. Später gesellen sich noch Spiru Cretu, ein Freund von Florin, und Lorenzo Radu, ein ehemaliger Mitarbeiter, hinzu. Vor allem Lorenzo ist uns sehr behilflich. Er spricht perfekt englisch und dolmetscht das anschließende, ausführliche Interview, in dem wir wieder mal sehr gerne unser Anliegen erklären und entsprechende Einladungen aussprechen.

Lorenzo möchte uns außerdem etwas Regional-Colorit in Sachen Küche vermitteln und holt uns was zu essen: eine Art Krautwickel mit einer Fleisch-Reis-Mischung; anschließend bietet er sich als Fremdenführer an und zeigt uns die einzigartige Holzkirche von 1737,  die in Poiana in der hiesigen Ialomita-Region abgetragen und hier im Zentrum neben dem “National Museum of Agriculture” wieder errichtet wurde. Der Kontrast zum Museum, das in einem Gebäude typischer kommunistischer Block-Bauart untergebracht ist, könnte kaum größer sein.

Nach dieser kurzen kultur-historischen Exkursion begleitet uns Lorenzo zum Hotel, ist untwerwegs nochmals kurz als Dolmetscher beim Einkauf behilflich und verabschiedet sich – er muss heute noch nach Bukarest. Mindestens bis dorthin möchten wir morgen auch …

Das Vorhaben!

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